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Werke Flow Motion (Anna Pi... Kosmos in Blue
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Kunstwerk Allgemeine Informationen

 Gruppe  Flow Motion (Anna Piva, Edward George)
 Titel  Kosmos in Blue
 Copyright  Flow Motion ©2001
 Status  Realisiert
 Datum Initialisierung  --/06/2001
 Datum Realisierung  --/09/2001

Technische Beschreibung

Ein Schwerelosigkeits-Workshop und eine Live-Aufführung von Hallucinators Sun Ra-Remixen (freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Black Saint) im Kosmonautenverein (Yuri Gagarin Theater), Star City, Russland.

Künstlerische Beschreibung

"Konzipiert für das im Kosmonautentrainingszentrum in Star City, Moskau, durchgeführte Schwerelosigkeits-Workshop von Arts Catalyst, sollte 'Kosmos in Blue' folgende drei Teile umfassen: die Aufführung einer Klangskulptur in der Schwerelosigkeit während eines Parabolfluges mit Sun Ra-Musik als Ausgangspunkt, eine Live-Aufführung von Hallucinator-Material, welche Aufnahmen aus der Radioastronomie mit Remixes von San Ra-Material mischte und eine CD davon mit zusätzlichem, während der Reise nach Star City gesammeltem Tonmaterial.

Mit 'Kosmos In Blue' sprachen wir Fragen um eine aufgewühlte Subjektivität, um Isolation und Freiheit, um Melancholie an, welche die Person von Sun Ra charakterisierten.

Ohne Zweifel war Sun Ra in der amerikanischen Musikszene des 20. Jahrhunderts der konsistenteste und bedeutendste Verfechter einer nach den Sternen orientierten, erdgebundenen Musik. Seine heliozentrische Vision war in einem Unzugehörigkeitsgefühl verwurzelt, einem wehmütigen, romantischen, nichtsdestoweniger sehr realen Gefühl von Vertreibung, einer tiefen Einsamkeit.

Zielpublikum von Ras Musik schienen immer potentielle ‚Mitreisende’ zu sein, mögliche Kosmonauten, entfremdete Erdenbewohner, die durch den mangelnden physischen, politischen, existentiellen und spirituellen Freiraum in ihrer irdischen Heimat eingeengt wurden. Angesichts der Vorschläge für eine Tonkunst, die durch Ras Jazz, die Euro-Avantgarde und die elektronische 'Lo-Fi' gemacht wurden, schlugen wir eine andere Art von kosmischer Musik vor, als Mittel, um einige der affektiven Komponenten in Ras Musik und Denken herauszudestillieren.

Wir interessierten uns für das Konzept von 'Sentics', eine von Manfred Clynes, dem Erfinder der Kybernetik entwickelte Perkussionsmethode. Diese wurde dazu entworfen, den Effekt von zunehmend längeren Weltraumflügen auf das zentrale Nervensystem der Astronauten ertragbarer zu machen. Sentics stellte eine wissenschaftliche Ausarbeitung des Entfremdungsmotivs dar, welches auch Ras Werk dominierte. Die irdische Musik, die das Weltall zum Thema hat, als Ausdruck eines Unzugehörigkeitsgefühls auf Erden, konnte sich nie richtig Astronauten in ihrer Einsamkeit und ihrem Unbehagen vorstellen, die ihre eigene kosmische Musik produzierten.

Obschon die eingeschränkten Platzverhältnisse während des Parabolfluges die Klangskulptur verunmöglichten, führten wir unsere Live-Aufführung durch und haben Tonaufnahmen vom Flug für ein zukünftiges CD-Dokument zusammengestellt.”

[Redigierter, aus dem Englischen übersetzter Ausschnitt aus: Edward George & Anna Piva: “Flow Motion: Out There”, in: ‘Space Art. Festival @rt Outsiders 2003’, Anomalie Digital_Arts N° 4 (Orléans: Editions Hys & Anomalie digital art, September 2003), S. 125-129.]

Ort des Kunstwerks

Flow Motion © 2001

Technik

  • Darbietung
  • Digital
  • Musik

Kategorie

  • Konzeptionell
  • Elektromagnetische Kunst (Röntgenstrahlen, Laser, Radio)
  • Zero-G
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